Remo Goethe
Co-Präsident
Jungfreisinnige Kanton Glarus

An der kommenden Landsgemeinde können wir ein weiteres überflüssiges Gesetz abschaffen. Ein Gesetz, welches aus dem letzten Jahrhundert stammt und heute völlig überholt ist. Das Tanzverbot, oder besser gesagt, das Verbot von Veranstaltungen jeglicher Art an den fünf hohen Feiertagen im Kanton Glarus.

Im Juli 2018 hat ein überparteiliches Komitee einen Memorialsantrag zur kompletten Abschaffung des Tanzverbotes eingereicht. Der Regierungsrat hat daraufhin einen Gegenvorschlag ausgearbeitet. Dieser Gegenvorschlag würde Partys und Veranstaltungen in geschlossenen Räumen erlauben, jedoch ein unumstrittenes Golfturnier am Bettag weiterhin verbieten. In den Augen der Jungfreisinnigen ist dies keine vertretbare Lösung. Wir wollen eine Lösung, welche für alle statt für wenige einen Mehrwert bringt. Weiterhin wäre es beispielsweise verboten, mittels eines Zelts eine Veranstaltung oder Sportanlässe im Freien durchzuführen. So soll Unihockey in der Halle gespielt werden dürfen, aber Fussball im Buchholz nicht. Diese Regelung ist für uns untragbar und nicht nachvollziehbar. In der Vergangenheit mussten Sonderbewilligungen gesprochen werden, dass für den Kanton prägende Veranstaltungen durchgeführt werden konnten. So beispielsweise das Cupspiel zwischen dem FC Linth 04 und dem FC St. Gallen im Jahr 2017, welches an einem Bettag stattfand. Auch deshalb ist eine Abschaffung des ganzen Gesetzes zu empfehlen, denn dies schafft einheitliche Regeln.