KLIMA- UND UMWELTPOLITIK

Der Klimawandel ist eine grosse Herausforderung des 21. Jahrhunderts. In der Schweiz und auf der ganzen Welt sind dessen Auswirkungen bereits heute spürbar. Die Jungfreisinnigen anerkennen, dass der Klimawandel grösstenteils menschengemacht und die globale Erwärmung eine wissenschaftliche Realität ist. Wir sind uns bewusst, dass steigende Temperaturen unsere Umwelt in unseren Tälern und Alpengebieten direkt beeinflussen werden und dass wir handeln müssen. Deshalb unterstützen wir die Verpflichtungen, die die Schweiz mit der Unterzeichnung des Pariser Abkommens eingegangen ist, nämlich eine Reduktion der Emissionen um 50% bis 2030 gegenüber 1990. Wir lehnen jedoch jegliche ideologische „Wunder“-Lösungen ab, denn die staatliche Überregulierung ist keineswegs der richtige Ansatz für ein komplexes und globales Problem. Der Weg zu einer nachhaltigen Gesellschaft, ist eine kollektive Verantwortung welche alle sozialen Akteure zu tragen haben. Der Staat muss Anreize setzen, um sicherzustellen, dass die Kostentransparenz und das Verursacherprinzip eingehalten werden. Die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern muss eine Priorität sein, um sicherzustellen, dass die Massnahmen so wirksam wie möglich sind. Der ökologische Wandel muss langfristig und nachhaltig sein. Zudem soll er aber für die Schweizer Wirtschaft eine Chance und kein Hindernis darstellen.

Wir fordern…

  • Integration in den Emissionshandelsmarkt und Implementierung wirksamer Kontrollmassnahmen
  • Förderung von Investitionen und Innovationen in neue Technologien durch steuerliche Anreize und die Stärkung unserer Forschungszentren
  • Zielgerichtete Entwicklungshilfe für konkrete und nachhaltige Projekte
  • Stärkung der Zertifizierung und Berichterstattung von Green Bonds, um ökologisch verantwortliche Investoren anzuziehen
  • Steuerliche Anreize für die Renovierung des Gebäudebestands und Evaluation des «Gebäudeprogramms»
  • Entwicklung von «Mobility Pricing» und Förderung des Homeoffice
  • Integration ins CORSIA-Emissionshandelssystem
  • Abschaffung der Landwirtschaftszölle und Bindung der Landwirtschaftssubventionen an die üblichen Umweltstandards
  • Aufhebung des GVO-Moratoriums, sowie keine Pestizid-Verbote
  • Aufhebung des Verbots von Kernkraftwerken, sowie jeglicher Innovationsverbote